Die Eigenverantwortung stärken

Die Eigenverantwortung stärken

Viele Viertklässler waren am Wochenende gemeinsam mit ihren Eltern zum Tag der offenen Tür der Anne-Frank-Schule an den beiden Standorten in Eschwege und Wanfried gekommen. Einmal mehr hat die Schulgemeinde dabei mit vereinten Kräften authentisch und überzeugend vermittelt, wofür die Integrierte Gesamtschule und Europaschule steht und wie es hier gelingt, das längere gemeinsame Lernen erfolgreich zu gestalten. So zeigten sich sowohl Schulleiterin Kerstin Ihde als auch Wanfrieds Standortleiterin Christina Dietrich sehr zufrieden mit der Resonanz auf engagiert und mit viel Liebe zum Detail vorbereiteten Tag der offenen Tür.

Dass die Anne-Frank-Schule weiterhin auf zukunftsorientierte, innovative und individuelle Lernangebote setzt, die gleichzeitig die Bedürfnisse und Begabungen aller Kinder und Jugendlichen in den Blick nehmen, war an beiden Standorten allgegenwärtig: In den Jahrgangsfluren konnten sich die Besucher, die entweder an Führungen teilnahmen oder die Schulen selbst erkundeten, etwa Ergebnisse der verschiedenen Workshops der vorangegangenen Projektwoche ansehen, sich über besondere Lern- und Förderkonzepte informieren oder mehr über die Gestaltung das Ganztagsangebotes und das Schulprogramm erfahren.

Auf die Viertklässler, die von älteren Schülerinnen und Schülern über den Campus begleitet worden waren, warteten zahlreiche spannende und anspruchsvolle Mitmachangebote. In den an beiden Standorten besonders gut ausgestatteten Räumen der Naturwissenschaften galt es, selbst Experimente auszuführen, auf dem Schulhof konnten Spiel- und Bewegungsangebote genutzt und in einem Klassenzimmer an schuleigenen Tablets das niveaudifferenzierte digitale Arbeiten im Fach Englisch ausprobiert werden. Auf den Bühnen der Schulen zeigten zudem verschiedene Ensembles ihr Können. In Eschwege traten unter der Gesamtleitung von Karina Wolff die Tanz-AG sowie die Tanzgruppe des Jahrgangs 5 auf, auch die Solistinnen bekamen viel Applaus. In der ganz neuen Aula in Wanfried zeigten die Musiktheatergruppe von Musiklehrerin Stefanie Hohmann-Pelka, das Schulorchester unter Leitung von Sylvia König und Susanne Schreiber sowie eine Tanzgruppe von Heike Kress ihr musikalisches Talent.  Die Besucher konnten derweil jeweils Getränke, Kaffee und Kuchen genießen, alles jeweils in Zusammenarbeit von Elternbeirat, Förderverein, Lernenden, Lehrkräften und Cafetéria-Team. Auch in den beiden Schulküchen war das kulinarische Angebot vielfältig und lecker.

„Die Ausstellung zum Plastikmüll im Meer, die 3D-Drucker und auch die große Anzahl von AG-Angeboten am Nachmittag fand ich besonders cool“, meinte etwa Viertklässer Jona, der nach dem Rundgang durch die Europaschule fasziniert war von den vielen Möglichkeiten, hier seine Interessen und Stärken weiter auszubauen. Dass die Schule so viele Austauchfahrten anbietet, fand er auch interessant – und dass er seine Begabung für die Naturwissenschaften hier sowohl im regulären Unterricht am Vormittag als auch in entsprechenden Workshops am Nachmittag weiter ausbauen kann.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler und wie sie heute den Viertklässlern zeigen, wie lebendig und vielschichtig das Lernen bei uns an der Anne-Frank-Schule ist und wieviel Spaß es gleichzeitig machen kann“, so Rektorin Christina Dietrich, „wir begleiten und beraten unsere Lernenden dabei, sich sowohl persönlich als auch fachlich stets weiterzuentwickeln und diese Lernprozesse auch reflektieren und dafür selbst Verantwortung übernehmen zu können.“ Überhaupt hatten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogisches und administratives Personal sowie der Elternbeirat und die Fördervereine an beiden Standorten viel Engagement in den Tag der offenen Tür investiert. „Unsere Schulgemeinde ist stark und verlässlich“, so Kerstin Ihde, „das zeigt sich gerade auch bei der Organisation einer so großen und bedeutsamen Veranstaltung. Ich danke allen, die mit ihrem Einsatz zu diesem erfolgreichen Tag beigetragen haben, sehr herzlich.“

Infoabend und Tag der offenen Tür

Infoabend und Tag der offenen Tür

Hiermit laden wir herzlich zu unserem Tag der offenen Tür am Samstag, 17.Februar, von 10 Uhr bis 13 Uhr ein. An diesem Tag bieten wir Viertklässlern und ihren Eltern die Möglichkeit, unsere Schule kennenzulernen und mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und der Schulleitung ins Gespräch zu kommen. Wir zeigen, wie wir das Lernen organisieren, stellen unser vielfältiges Ganztagsprogramm und unseren gesamten Schulcampus vor. Es gibt Führungen, Beratungsmöglichkeiten und auch ein buntes Rahmenprogramm.

Bereits am Donnerstag, 15.Februar,  findet um 19 Uhr der Infoabend für alle interessierten Eltern in unserer Aula statt.

Wir freuen uns auf Sie und euch!

 

Kreativ und grenzenlos lernen

Kreativ und grenzenlos lernen

Herzlichen Glückwünsch: Lehrerin Heidi Giese und eine ihrer Lerngruppen der Anne-Frank-Schule in Eschwege haben für ein eTwinning-Projekt mit Frankreich und der Türkei ein weiteres Qualitätssiegel erhalten. Das digitale Lernvorhaben „Do you know them?“ wird von der mit Bildungsexperten besetzten Jury der Kulturministerkonferenz als „gelungen, kreativ und rund“ beschrieben, es verbinde technologische und klassische Kommunikationsformen miteinander und ermögliche so eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern über Ländergrenzen hinweg.

 

Gemeinsam mit ihren Lehrerkolleginnen Nadia Houcine aus Paris in Frankreich und Hasibe Yalçinkaya aus Osmaniye in der Türkei hatte Heidi Giese das Projekt zunächst detailliert kompetenzorientiert geplant. So konnte die Zusammenarbeit zwischen den Lernenden aus den drei Ländern erfolgreich durch sinnvolle Lernaktivitäten wie etwa das Kennenlernen über Avatare, das Erstellen von Kahoots und Rätseln sowie einem Logowettbewerb gefördert und durch unterschiedliche, wohlüberlegte Medien unterstützt werden. Inhaltlich ging es darum, gemeinsam Profilrätsel für bekannte Persönlichkeiten aus der englischsprachigen Welt zu erstellen, beispielsweise Wissenschaftler, Politiker, Literaten oder Künstler aus Vergangenheit und Gegenwart – das alles in der gemeinsamen Zielsprache Englisch. Damit setzte das Lernsetting auf einen fächerübergreifenden Ansatz, eine klare Förderung von aktivem und eigenständigem Lernen sowie Kommunikation und Kollaboration als Schlüsselkompetenzen.

 

„Unsere Aktivitäten und Ergebnisse sind in ein gemeinsam eBook eingeflossen“, so Lehrerin Heidi Giese, die sich schon seit vielen Jahren im eTwinning, das man sich als eine große digitale europäische Lerngemeinschaft vorstellen kann, engagiert und bereits zahlreiche internationale Lernprojekte initiiert hat. Ziel ist es dabei, dass Schülerinnen und Schüler lernen, selbstbestimmt, kreativ und verantwortlich mit Medien umzugehen und dabei schrittweise ihre Medienkompetenz erweitern – so wie jetzt mit dem jüngsten ausgezeichneten Lernvorhaben auf hohem Niveau geschehen. Auch die teilnehmenden Jugendlichen der Anne-Frank-Schule, die mittlerweile die 10. Klasse besuchen, haben das interkulturelle und digitale Lernen als sehr bereichernd empfunden. „Wir haben nicht nur Gleichaltrige aus Frankreich und der Türkei kennengelernt, sondern sogar gemeinsam Profile erarbeitet und dabei sehr intensiv unser Englisch geübt“, meint etwa Schülerin Hannah.

 

Nach den verherrenden Erdbeben in der Türkei im vergangenen Jahr bekam das Projekt noch eine weitere, ganz andere Dimension: In einem Akt aus Solidarität und Mitgefühl halfen die deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler ihren neuen Freunden aus Osmaniye ganz konkret, indem sie für sie an ihren Schulen einen Kuchenverkauf organisierten. Allein aus den Einnahmen der Anne-Frank-Schule, aufgerundet aus Elternspenden der jetzigen 10d, konnten 300 Euro direkt an Erdbebenopfer gespendet werden. „Auch damit haben die Jugendlichen sicherlich viel aus dem Projekt für ihren persönlichen Lebensweg mitnehmen können“, so die Jury, die jetzt das Qualitätssiegel vergeben hat, „ein herzlicher Dank gebührt dafür der koordinierenden Lehrerin Heidi Giese.“ Mittlerweile ist sie mit weiteren Lerngruppen und Klassen schon wieder fleißig an der Umsetzung weiterer eTwinning-Projekte an der Anne-Frank-Schule.

Alles FRESCH!

Alles FRESCH!

FRESCH! So heißt das Schulprogramm der Hessischen Finanzverwaltung. Dabei bekommen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mehr über Steuern und die Arbeit des Finanzamtes zu erfahren.

Das haben jetzt einige unserer Neuntklässler genutzt und dem Eschweger Finanzamt gemeinsam mit Rektorin Daniela Rosenbaum, die an der Anne-Frank-Schule auch für Berufs-und Studienorientierung zuständig ist, einen Besuch abgestattet.

Dabei lernten die Jugendlichen die Arten von Steuern und deren Verwendungszweck kennen, befassten sich mit Einkommen- oder Umsatzsteuer, dem Aufbau der Finanzverwaltung und den Arbeitsgebieten des Finanzamtes.

Zum Schluss beantworteten die Mitarbeiterinnen Frau Wilhelm und Frau Sieberhagen (übrigens eine AFS-Abgängerin) alle Fragen rund um das duale Studium zum Diplom-Finanzwirt beziehungsweise der dualen Ausbildung zum Finanzwirt.

Vielen Dank an das Finanzamt für den überraschend spannenden Vormittag! 😉💪💰🪙💷🥳

Gegen Hass und Hetze

Gegen Hass und Hetze

Gemeinsam mit fast 600 weiteren Menschen aus der Region haben jetzt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern der Anne-Frank-Schule auf dem Eschweger Marktplatz ein Zeichen gegen Hass und Hetze in unserer Gesellschaft gesetzt. Auf Einladung des Aktionsbündnisses „Bunt statt braun“ fand hier eine Kundgebung für eine offene und tolerante Gesellschaft statt. Verschiedene Redner, darunter etwa Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe, der ehemalige Landtagsabgeordnete Knut John oder Evelina Tolpina vom Ausländerbeirat Eschwege riefen die Teilnehmer dazu auf, die Demokratie zu verteidigen und nicht dabei zuzusehen, wie Unrecht in Deutschland geschieht.

Diesen Aspekt griff auch Dr.Lutz Bergner, Vorstandsmitglied des Vereins der Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meissner-Kreis auf, der mit seinem Redebeitrag am heutigen Holocaust-Gedenktag an die Opfer der Nationalsozialisten erinnerte: „Am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz muss uns allen in grausamster Form vor Augen geführt sein, dass es schon einmal ein System in diesem Land gab, das Menschen erst ausgegrenzt, dann verfolgt, dann deportiert und zum Schluss zu Millionen mit einer Vernichtungsmaschinerie ermordet hat – ein faschistisches System, ein System, hinter dem Menschen standen, die diese Ideologie getragen und aktiv gestützt haben,“ so Lutz Bergner, „wenn heute in Deutschland wieder Deportationen vorbereitet werden und mit dem Begriff „Remigration“ getarnt werden, dann wissen wir, es ist schon sehr weit. Ausgrenzung war gestern, heute geht es schon um klare menschenverachtende Taten.“

Dass dieser Hass keinen Platz in unserer Gesellschaft hat, brachten heute auch die Vertreter unserer Anne-Frank-Schule zum Ausdruck.

Unsere Schule, auch Europaschule und Courageschule, tritt für eine Zukunft ein, die von Vielfalt, Gleichberechtigung und Menschlichkeit geprägt ist. Denn wir sind überzeugt: Nur gemeinsam können wir eine Welt formen, in der jeder Mensch in Würde und Freiheit leben kann!!